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Montag, 25. Mai 2015, 10:32:09 | Martin Engelmeier | Beitrag Ein großes Buch - "Das Leben des Klim Samgin"

Sehr geehrter Herr Knigge,
obwohl ich nur einen Bruchteil Ihrer Gorki-Blogs gelesen habe, wende ich mich an Sie, um Ihnen meinen Dank und meine außerordentliche Hochachtung auszusprechen.

Ich beschäftige mich seit längerem sozusagen nebenbei (wie Sie es in Ihren autobiographischen Notizen für Ihre Praxis bzgl. des Klim Samgin schildern) mit der Geschichte der Fausttradition und stieß dabei auf das Buch des DDR-Germanisten Ralf Schröder über Gorkis Erneuerung der Fausttradition. Das Buch begeisterte mich anfangs wegen der Fülle der Bezüge, später ließ meine Begeisterung aber nach, weil eigentlich keiner der Intertexte wirklich geklärt wurde und außerdem Probleme wie sie etwa Hans Günther in seiner Kritik am sozialistischen Übermenschen bei Gorki gar nicht angesprochen wurden. Außerdem befremdeten mich viele (ideologische) Interpretationen von Th. Manns Dr. Faustus (den ich ein wenig kenne), den Schröder mit Klim Samgin angleicht, obwohl mir die Schreibsituation beider Autoren denkbar unterschiedlich vorkommt. Infolge Unkenntnis des Klim Samgin selbst befand ich mich in der mißlichen Situation eines skeptischen Gleichgewichts der pro- und contra-Gründe bzgl. der Bewertung des Klim Samgin als ich Ihren Blog kennenlernte, der mir bereits viel geholfen hat.

Natürlich wäre jetzt das Nächste, einmal die Nase in das Buch selbst hineinzustecken, aber eigentlich ist Gorki für mich ein Nebenkriegsschauplatz bzgl. der Faustrezeption. Der russische Autor, der mich (sit venia verbo) Faust-rezeptionsgeschichtlich besonders interessiert, ist Bulgakov, mit dessen Meister und Margarita ich mich intensiver beschäftigt habe, weil das Buch mich aufgrund der religionsgeschichtlichen Bezüge außerordentlich fasziniert. Da ich eigentlich in von Gorki ganz entfernten Gebieten unterwegs bin (ich bin Altphilologe und Philosophiehistoriker), werde ich wohl kaum so schnell zu einem adäquaten Gorkistudium kommen, würde aber doch gerne bzgl der russ. Fausttradition etwas weiterkommen. Deshalb meine Frage: Können Sie mir da etwas auf die Sprünge helfen? (Momentan lese ich etwas in dem Buch von Claudia Natterer über Bulgakov und Thomas Mann, habe aber noch keine Meinung dazu.) Mich würden Titel zur russischen Fausttradition und zum Verhältnis Gorki-Bulgakov sowie Gorki-Mereschkowskij bzw. Solovev besonders interessieren (wegen Großinquisitor/Antichrist). Mir kommt es momentan so vor, als sei Bulgakovs Meister so etwas wie eine Antithese zur Gorkis Klim.

Ich hoffe, Sie betrachten meine Bitte nicht als allzu unverschämt. Auch wenn Sie keine Zeit für mich haben sollten, danke ich Ihnen noch einmal für Ihre wirklich ausgezeichnete Arbeit. Durch Ihre autobiographische Skizze sind viele verwandte Saiten bei mir angeschlagen worden, da ich in etwa in derselben Zeit studiert habe. Seit den 80ern sind immer wieder Arbeiten von Slawisten für mich in methodischer Hinsicht von großer Bedeutung gewesen - so besonders Hansen-Löves "russischer Formalismus". Ich freue mich, dass mir wieder einmal ein Slawist weitergeholfen hat.
Mit freundlichen Grüßen
Martin Engelmeier


Samstag, 21. März 2015, 12:33:28 | 12gagarin | Beitrag Maxim Gorki: Unbekannte Erzählungen, Berlin1941 – Zum Thema des Mitleids

Sehr geehrter Herr Knigge,

ihre Rezension über das oben genannte Buch ist äußerst interessant und ein hervorragendes Beispiel für die widersprüchliche Rezeption in Deutschland. Das hat mich auch veranlaßt - als Freund der russischen Literatur - nach dieser Rarität zu suchen. Es zählt zu den bemerkenswertesten Büchern, die ich in den letzten zwei Jahren gekauft habe. Danke!

Herzlichst 12gagarin


Donnerstag, 16. Mai 2013, 08:03:28 | KT | Beitrag „Erstklassige Diktatur“ gegen „mittelmäßige Freiheit“ : Streit um die sowjetische Vergangenheit

Werter Herr Knigge,
ich habe mal wieder ein wenig auf Ihrer Seite gestöbert und bin dabei auf den diesen Artikel gestoßen. Er war ein Labsal und gibt vermutlich eine angemessene Momentaufnahme des ideologischen Chaos` und der paradoxen Verformung in Russland wieder.
Ich, der nie dort war, empfindet es zumindest so. Zudem vermittelt der Text das Gefühl, dass man nun zumindest ahnen könne, weshalb man oft Meinungen aus Russland zu hören bekommt, die man nicht so recht einzuordnen weiß.
Und der Bykov ist ja ein Provokateur erster Güte! Dies ist im positiven Sinne gemeint. Sie nennen es „Mit seinen absichtsvoll paradoxalen Thesen“. Hier treffen Sie vermutlich den Kern. Er betreibt feingeistige hochintelligente Unruhestiftung. Und wie es scheint erfolgreich. Man kann ihn nicht unbedarft einer „Seite“ zuschlagen. Jede Provokation scheint strategisch ausgeklügelt und in ihrer Wirkung bedacht. Gefällt mir ausgezeichnet, wenn mir Einiges auch befremdend erscheint.
Bei dem könnte sich Michael Moore mehr als eine Scheibe abschneiden ;-)

Und wie Sie feststellen „Es lohnt wohl kaum, im Einzelnen zu analysieren, wer von den zitierten Autoren in welchen Punkten Recht oder Unrecht hat.“ Ist wohl kein ungewolltes Ergebnis, zumindest seitens Bykovs.

Trotz klarer Sympathie in Richtung Bykovs blieben bei mir Zweifel / Verunsicherung.

Dank der Übersetzung Dmitrij Bykovs "Reiseführer Russland“ sind diese Zweifel verschwunden. Auf Bykov neugierig geworden war der Text fällig. Ein Juwel! Wie gekonnt er ein russisches Selbstbildnis in kürzester Form darbietet – vom Feinsten. Der Text hat mich in seiner Art auch etwas an „Die Tugenden und die Laster Märchen für Kinder gehörigen Alters“ von Saltykow-Schtschedrin erinnert, wenn auch Saltykow-Schtschedrins für die damalige Zeit leichte Infantilität von Bykov gegen „zeitgerechte zynische Härte ausgetauscht“ hat.

Bykov legt zudem noch eine Menge Patriotismus mit rein. So – kann man (ich) auch Patriotismus ertragen.
Danke also insbesondere für die Übersetzung des "Reiseführers".

Ich habe mal ein wenig gegoogelt. Ich habe von Bykov spontan kein deutsches Buch gefunden. Ist von ihm etwas in deutscher Sprache veröffentlicht worden?!

Mit freundlichem Gruß
Der Dostojewski-Enthusiast


Freitag, 27. Januar 2012, 11:20:50 | Franziska | Beitrag Zum Neuen Jahr 2012: Das neue Russland auf dem Bolotnaja-Platz

Hallo unbekannter Gorki,

danke für diesen sehr langen, aber dennoch sehr interessanten und informativen Artikel!

Lange haben die Russen auf sich warten lassen, Politik war für die meisten (leider) oft ein uninteressantes Thema.
Ich hab noch einen Beitrag im Gedächtnis, wo eine junge Frau zu den Demonstrationen befragt wurde und sie meinte, dass sie sich nie wirklich mit der Politik beschäftigt hätte.
Die Proteste bringen somit wieder neuen Wind in die Seegel, ich bin mal gespannt wie sie das alles entwickeln wird.

Letztens noch hatte ich ein interessantes Buch gelesen (Autor: Alexander Lapin), der die russische Gesellschaft analysiert und wie sie sich in Zukunft verändern sollte.
Kann ich Ihnen gerne weiterempfehlen, die Seite dazu ist folgende: http://die-russische-frage.de

Ich werde weiterhin die Augen offen halten und beobachten was noch alles passieren wird :)


Liebe Grüße
Franziska


Montag, 19. Dezember 2011, 12:29:35 | Schmidt | Beitrag Familienroman über den Untergang der DDR - Eugen Ruges Roman "In Zeiten des abnehmenden Lichts"

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich beziehe mich auf das von Ihnen angeschnittene Thema Untergang der DDR. Hierzu ist ein neuer Zeitzeugenroman erschienen:
“Im Auftrag des Großen Bruders“, Autobiografie, AAVAA-Verlag, Berlin, ISBN 9783862545513 und 978-3-86254-551-3.
Zum Inhalt: militärische Stellung der DDR im Warschauer Vertrag oder Hegemonie der ehemaligen Sowjetunion und damit verbundene Probleme in der Wirtschaft - Gründe des Niedergangs der DDR.
Die Republik war mit militärischen Standorten übersät. Atomare Schutzbauwerke wuchsen während des sogenannten Wettrüstens wie Trüffel. Sie waren Führungsobjekte im Kalten Krieg und wären es nach Beginn eines Kernwaffenschlages gewesen. Nur ein kleiner Personenkreis war informiert - kaum jemand wusste um die verbauten Milliarden. Auch innerdeutsche Grenze und Mauer dienten der Geheimhaltung.
Handlungsorte oder Gebiete mit diesen Bauvorhaben werden genannt. Investitionen wurden hier noch 1990 getätigt. Dies war wohl der empfindlichste Schlag ins Kontor der DDR-Wirtschaft ...

Klappentext:
Thomas Schmidt, Autor und Protagonist, wird neben der Industrie auch auf militärischen Vorhaben der DDR eingesetzt. Bedingung ist, dass keine Kontakte in die Bundesrepublik Deutschland bestehen. Von Abenteuerlust getrieben plant Schmidt, in die BRD auszuwandern. Er gerät in das Blickfeld der Staatssicherheit, doch sein häufiger Arbeitsstellenwechsel als hausgemachte Freiheit macht das Observieren fast unmöglich. Schmidt leistet seinen Grundwehrdienst und studiert Bauwesen. Die Marschrichtung für seine Tätigkeit als Bauleiter legt der Staat fest. Das erste Objekt ist eines der Landesverteidigung. Irgendwann erfolgt der Einsatz auf Vorhaben mit besonderer Geheimhaltung. Es handelt sich um die Führungs- und Atombunker der Nationalen Volksarmee. Was die Finanzierung dieser so bedeutsamen Spezialobjekte betrifft, ist sie für das Ende der DDR-Wirtschaft mitbestimmend - die vorhandenen Baukapazitäten werden zum großen Teil für militärische Vorhaben „verheizt“. Schmidt, Geheimnisträger, hängt seinen Job erneut an den Nagel. Somit greift die Staatssicherheit aktiv in sein Leben ein und der Wettlauf mit der Macht beginnt …

Das Leben der Menschen in der DDR wird veranschaulicht. Dazu werden Fakten in Handlungen und Dialogen aufgezeigt, ohne die Grenze zur erzählerischen Fiktion zu überschreiten.
Der berufliche Werdegang des Autors ist nachgewiesen.

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Schmidt, Zeitzeuge
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Freitag, 24. Juni 2011, 15:08:43 | roulette spielen | Beitrag Ein Mönch der Literatur: "Vorwärts und aufwärts" von Roman Senchin

Wirklich ein guter Beitrag. Ich sollte www.der-unbekannte-gorki.de haufiger lesen :)


Sonntag, 01. Mai 2011, 05:48:07 | Candid | Beitrag VERRAT - Gorki über eine Krankheit des 20. Jahrhunderts

Wow! Great thikning! JK


Dienstag, 04. Januar 2011, 12:59:52 | Michael Jatman | Beitrag Dostojewski: ''Politisches Testament''

Ich war und bin hocherfreut über Ihren Blog, insbesondere über die zwei Texte
>Dostojewski: ''Politisches Testament'<' und >Gorki gegen Dostojewski: Kampf um das Selbstbild der Russen< Ich finde es vortrefflich in welcher Ausgewogenheit Sie sich den ausgewählten Themen annehmen. Sehr angenehm. Kaum meint man gedanklich ein Halt zu rufen, sind Sie bereits dabei, Geschriebenes in einen „aufgeräumten“ bzw. relativierenden Kontext zu setzen. Das hat wirklich viel Freude bereitet. Solch ausgewählte, fundierte und im Stil saubere Betrachtungen sind keine Selbstverständlichkeit; Insbesondere beim Thema Dostojewski, wie Sie es ja exemplarisch im Artikel >Dostojewski: ''Politisches Testament'<' beschrieben haben.
(Michael Jatman ist Autor der Homepage [lin http://dostojewski.npage.de]"Dostojewski"


Dienstag, 04. Januar 2011, 08:48:53 | Jatman | Beitrag Zum Neuen Jahr: „Leben ist Freiheit“

Nur eine kurze spontane Anmerkung in Sachen Chodorkowski.
>Direkt an Chodorkowski gewendet, erklärt Gromov:
„Ehre kostet in dieser Welt einen hohen Preis , besonders in unserem Land, wo man . . .
Ist Chodorkowski nicht eine Person, die sehr sehr weit von dem Begriff Ehre anzusiedeln ist? Vor seiner Inhaftierung doch ein Freund, nein ein Pfeiler des Systems. Ein russischer Milliardär, das ist doch kein Unternehmer wie die Aldi-Brüder. Sein Reichtum dürfte er doch im Rahmen der Verbrecher im Gesetz erreicht haben bzw. im Prozess der „Legalisierung“ dieser Gelder zum Zuge gekommen sein. Wer aus oder in solch einem Prozess erfolgreich hervorgehen kann, dem ist doch nur schwer auch nur ein bescheiden moralisches Gewissen anzudichten.
Seine Inhaftierung wegen Verletzung der Spielregeln des Geldes ist doch für Russland eine recht humane Klärung einer solchen Regelverletzung. An die vermeintliche Wandlung vom Saulus zum Paulus kann ich nur schwerlich glauben.
Insofern kann ich dem Schicksal Chodorkowskis kaum etwas Tragisches abgewinnen.

Die Ansammlung von Gemeinplätzen werden Sie mir sicherlich nachsehen, denn wenn sich jemand zu etwas äußert, bei dem er nicht in der Materie steht, kann es nur solche sein. Betrachten Sie den Kommentar halt als das Kundtun eines Gefühls, nicht einer sachlichen Einschätzung.

Für mich ist erschreckend und besorgniserregend, mit welchem Selbstverständnis und welcher überheblichen Ignoranz solche „Urteile“ zustandekommen, durchgesetzt und legitimiert werden. Dieses Bild erscheint mir symptomatisch. Und als Nichts wissender Außenstehender habe ich den Eindruck, dass die Mehrheit des russischen Volkes nichts Grundsätzliches gegen einen Zaren Putin einzuwenden hat, oder eben auch einen Generalsekretär

Und schon bin ich bei Dostojewskis Großinquisitor: Es ist zweifelhaft, ob die Mehrheit der Menschen frei sein kann bzw. will. Ich bin, muss ich gestehen, auf der Seite des Großinquisitors. Somit liegt meine Meinung zu folgendem Ausschnitt auch auf der Hand:
>Aber wie kann der Autor unter diesen Bedingungen der russischen Geschichte die optimistische Perspektive eines unausweichlichen Sieges der Freiheit glaubhaft machen? <
Für mich wird er es nicht können.

>Und da liege ich auf der Pritsche, und alles, was in mir, einem Halbtoten, noch lebendig ist, das ist mein Glaube:<
Was hilfreich zum Überleben als auch zum Leben ist und zwangsläufig tatsächlich nicht verschwinden wird und auch nicht kann, wird der Glaube sein. An was sich der Glaube dann ausrichtet oder klammert sei dahingestellt. Theologische Götter und die Freiheit werden dort sicherlich auch in Zukunft die Spitzenplätze einnehmen.

>. . . wunderbaren und lichten Gedanken: Alles Unmenschliche ist sinnlos und folgenlos“.<
Diese Aussage bewegt sich dann sicherlich wieder auf einem schwindelerregend hohen philosophischen Niveau, dass mir nur schwerlich fassbar ist.
Alles Unmenschliche ist folgenlos?! Für die Menschen? Für die Geschichte? Für die Zukunft?
Da wollt ich mich sogar festlegen: Nein.
Aber auch eine Folgelosigkeit für die Entwicklung und das vermeintliche Fortschreiten der Freiheit trifft dies nicht zu. Bis auf das Dorf der Gallier „Westeuropa“ sieht es nicht gut aus für das Fortschreiten der Freiheit seit der Entwicklung dieser philosophischen Begriffserfindung.

Da kann ich mich aus pragmatischer Sicht doch eher Engels anschließen, dass Freiheit die Einsicht in Notwendigkeit sei. „Raskolnikow seine Tat“ wäre der Pfandleiherin so erspart geblieben.

Es sollte kurz werden. Nun ist es wieder ein Zettelkasten geworden.


Mit freundlichen Grüßen
Michael Jatman


Freitag, 31. Dezember 2010, 17:25:30 | Michael Jatman | Beitrag Über die Jubiläumsmanie und das Leben ohne Genies: Vor hundert Jahren starb Lew Tolstoi

Werter Herr Prof. Dr. Armin Knigge!

Es mutet so an, als es nicht die letzte Mail von mir an Sie würde. es sind einfach zu viele Anregungen, die ich mir nach Möglichkeit nicht entgehen lassen möchte. So auch dieser Bezug von Ihnen:

>Literaturwissenschaftler Igor Volgin mit seinem Artikel „Von allen fortgehen: Lew Tolstoi als ein russischer Landstreicher“ in der Oktobernummer der Zeitschrift „Oktjabr‘“ geliefert. Volgin ist vor allem durch seine Arbeiten über Dostojewski bekannt geworden und die Beziehung zwischen diesen beiden großen Schriftstellern, die sich nie begegnet sind, aber einander stets aufmerksam beobachtet haben, spielen in dieser Darstellung eine wichtige Rolle.<

Da ich ich mich bereits ein wenig mit dem "Verhältnis" von Dostojewski und Tolstoi beschäftigt habe (http://dostojewski.npage.de/d_&_tolstoi_8471457.html) würde ich gern erfahren, ob es von Igor Volgin Texte auf deutsch gibt.
Ich bedanke mich bereits jetzt für Ihre Bemühungen!

Mit freundlichen Grüßen
Michael Jatman


Mittwoch, 01. Dezember 2010, 00:07:41 | Larissa Timpel | Beitrag Über die Jubiläumsmanie und das Leben ohne Genies: Vor hundert Jahren starb Lew Tolstoi

22 ноября 2010 года в немецко-русском культурно-образовательном центре РОДНИК (Фульда) состоялся литературный вечер, посвященный 100-летию со дня смерти Льва Толстого... Возникшие вопросы и даже жаркие дискуссии свидетельствовали о том, что интерес к творчеству и жизни писателя не иссяк и через столетие. Думается, что это и было в смысле самого Толстого, чтобы будущих читателей увлекали его книги, его философия и даже собственная жизнь...

Sehr geehrter Herr Prof. Knigge!
Vielen Dank für Ihren Blog und Ihre Artikel.
In unserem deutsch-russischen Kulturzentrum RODNIK in Fulda trafen wir uns neulich, um an Leo Tolstojs Lebenswerk und an seinemTod vor 100 Jahren nachzudenken... Es kam zu einigen Fragen und Diskussionen... Ich denke, das wäre im Sinne von Leo Tolstoj, dass nach 100 Jahren die Menschen über seine Bücher und Philosophie, aber über sein eigenes Leben streiten und diskutieren... Ich habe unseren Vereinsmitgliedern Ihren Blog weiter empfolen.
Danke für Ihr Engagement und für ihr Einsetzen für die russische Literatur und Verbreitung der humanistischen Ideen von Maxim Gorki und von anderen besten Vertretern der russischen und Weltliteratur...
Mit freundlichen Grüßen


Sonntag, 16. November 2008, 12:20:34 | Nicoletta Gossen | Beitrag Über diese Internet-Seite

Sehr geehrter Herr Prof. Knigge,
Auf Umwegen bin ich auf Ihre Gorki-Seite gestossen. Ich beschäftige mich sehr gerne und immer intensiver mit russischer Literatur (bin eigentich Musikologin und Philologin romanischer Sprachen). Ich lese seit vielen Jahren zusammen mit zwei anderen Liebhaberinnen russische Literatur Bücher auf Russisch. Als nächsten Autor hatte ich Gorki vorgeschlagen, weil ich ihn sehr schlecht kenne. Ihre Informationen über den "anderen" Gorki, jenen den man bei uns schlecht kennt, weil er immer mit dem Sowjetregime in einen undifferenziert betachteten Topf geworfen wird, sind sehr wertvoll für mich. Was ich nicht begreife: Man findet sozusagen keine Kommentare auf Ihrem Blog. Gibt es keine oder werden sie nicht veröffentlicht? Wie auch immer, ich bin sehr froh, Ihre Beiträge gefunden zu haben und grüsse Sie freundlich
Nicoletta Gossen

--- Kommentar von A. Knigge ---
s. Beitrag Kein Kommentar?


Donnerstag, 10. Juli 2008, 15:02:07 | Dr. Horst Zudse | Beitrag Neugier

Es ist ein sehr beeindruckender Artikel für mich, denn als Schüler sah ich neben Stalin sehr häufig Gorki, der idealisiert im Unterricht dargestellt wurde. die Mutter u.a. Werke haben mich sehr beeidruckt. Doch als ich einmal in der Schule erwähnte, dass Gorki doch auch in Italien war, wurde ich sehr hart attakiert, denn das sollte ein tabu bleiben. Meine Lehrer kamen z.T. aus Petersburg und waren dort als Deutschlehrer, auch als Mathematiker und Chemiker tätig gewesen. In der DDR waren sie Pädagogen in russischer Sprache, unterrichteten Mathematik und Chemie und ein Lehrer war sogar Chorleiter für russ. dtsch. und italienische Volkslieder gewesen. Der Chor trat an vielen Orten auf und es gab dabei auch oft interessante Diskussionen mit Gästen der russ. Armee im Sinne einer Verbesserung bei der Interpretation der bekannten russ. Volklieder.
Dostojewski und sein Nachfolger Solschenizyn haben mir weit mehr gegeben, doch als Schüler ist man leicht zu beeinflussen von der Güte eines Gorki, der ja doch auf Capri war, wie ich es einmal leider vor 1953 geäußert hatte, aber er war nicht der einzige dort gewesen.(Schaljapin etc). Konnte bei einem Besuch vor Ort mich davon überzeugen lassen.
So ist das Leben eines Menschen stets durch das Umfeld beeinflußt.
Schön, dass ich alle ehemaligen Republiken als Tourist bereisen konnte und mir dadurch ein wahres Bild selber machen.
Die freundschaftlichen Bindungen sind von größter Bedeutung, was Bismarck schon praktizierte.


Donnerstag, 05. Juni 2008, 09:31:53 | Paul Salamonik | Beitrag Herz und Kopf in der russischen Kultur - „Der Nachtwächter“ (Storozh) -

Die russische Literatur war mir seitjeher eine Vertraute und Bekannte, obschon das Werk Gorkis lange in meinem Bücherschrank weilte, las ich erst in der vergangenen Nacht in seine Welten ein. Ich bin sprachlos und fasziniert, angezogen und gleichzeitig enttäuscht dass die deutsche Literatur den Volksdichter niemals richtig fand. Brentano, Eichendorff, die Romantiker dem wahren Leben flohen, Goethe und Schiller, die der Vernunft Ihr Leben unterordneten, brachten niemals die Seele ihrer Mitmenschen zu Papier. Wie sind doch die einfachen Worte Gorkis, die unser tiefstes Dunkel offenbaren, uns an unsere eigenen Abgründe führen.
Danke für Ihre schöne Seite, und Mühe für das Gestalten dieser Seite.


Montag, 26. Mai 2008, 21:49:25 | Elisabeth Beljatschitz | Beitrag Gorki - der bekannte und der unbekannte

Ich finde Ihre Ausführungen zum "unbekannten Gorkij" sehr interessant. Ich habe davon ca 1998 bei einer Fortbildung für Russischlehrer in Sankt-Petersburg gehört. Gorkij habe aus Protest gegen die Oktoberrevolution Sowjetrussland verlassen, und seine Vereinnahmung in den dreißiger Jahren sei unter stalinistischem Druck erfolgt.
Als Russischlehrerin (geb. 1946) für Aussiedler-Jugendliche habe ich Mitte der 70-er Jahre den Roman "Mать" als Schullektüre lesen lassen, wobei ich als 68-erin damals noch voll auf der linken Schiene war. Bis ich auch Solzhenicyns Bemerkungen über Gorkijs Beteiligung an der Verherrlichung des Belomor-Kanals zur Kenntnis genommen habe und ihn seitdem nicht mehr "leiden" kann.
Jetzt will ich meine russischen Bücher weitergeben. Ich habe die 18-bändige Gesamtausgabe (Moskau 1960), - wer will die haben?


Montag, 28. Januar 2008, 19:11:34 | Klaus-Peter Kurch | Beitrag Über diese Internet-Seite

Es geschehen noch kleine Wunder.
Mit dem Abschreiben und Posten meiner alten Tagebücher beschäftigt, komme ich heute mit alten Eintragungen über Musil und "Klim Samgin" in Berührung.
Da es mir notwendig schien, dem heutigen Leser zu "Klim Samgin" eine kleine Erläuterung zu geben, habe ich Google befragt und bin so auf diese Seite gestoßen.

Sehr geehrter Prof. Knigge, ich freue mich außerordentlich über das, was ich hier entdecke, eigentlich erst erblicke und bald entdecken werde.

Ich bin kein Slawist, überhaupt nicht Literaturwissenschaftler, noch nicht einmal fleißiger Romanleser.
Aber einige monumentale Werke haben es mir angetan. Dazu gehört "Klim Samgin".

Mit freundlichen Grüßen

Klaus-Peter Kurch

http://tageundjahre.de/archives/490
http://opablog.twoday.net/

Неизвестный ГорькийMaxim Gorki

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