Blog > Eintrag: Zum Tod von Alexander Solschenizyn

Zum Tod von Alexander Solschenizyn

Samstag, 30. August 2008, 18:18:10 | Armin Knigge

Zum Tod von Alexander Solschenizyn

In Moskau starb am 4. August 2008 der weltbekannte Schriftsteller und Nobelpreisträger Alexander Isajewitsch Solschenizyn. Die Nekrologe in den russischen Medien sparten nicht mit Superlativen: der „größte russische Mensch der Gegenwart“ (Agentur REGNUM), „ein herausragender Vertreter der Kohorte der großen russischen Schriftsteller, deren Bücher bestimmend für das Schicksal ganzer Generationen geworden sind“ (A. Babakov, stellvertretender Vorsitzender der Duma); „Künftige Generationen seiner Leser werden in seinen Büchern Antworten darauf finden, wofür wir leben, was es heißt, die Heimat zu lieben“ (S. Mironov, Vorsitzender des Föderationsrats). Nüchterner – und sachlich zutreffend – urteilt Ulrich Greiner in der ZEIT: „Solschenizyn war sicherlich nicht der größte Schriftsteller jener furchtbaren Epoche, die von zwei mörderischen Kriegen und zwei ebenso mörderischen Ideologien gezeichnet war, aber er war einer ihrer wirkungsmächtigsten und folgenreichsten“.
Auf diesem Maxim Gorki gewidmeten Blog bietet mir dieses Ereignis einen Anlass, zwei große Schriftsteller des 20. Jahrhunderts in Beziehung zueinander zu setzen. Ein erstes gemeinsames Merkmal besteht schon darin, dass ihnen das Attribut „groß“ nicht ohne jeden Zweifel zugestanden wird. Sie verkörpern, vielleicht in dieser Größenordnung zum letzten Mal, den Typ des politischen Schriftstellers oder des Politikers in der Literatur, für den seine Kunst nichts anderes als eine Waffe ist. Bezeichnend im Werk beider ist der hohe Anteil von publizistischen Beiträgen und publizistischen Elementen in ihrer Prosa. Das macht sie beide verwundbar durch eine ästhetisch orientierte Kritik. Wenn man dagegen bereit ist, die unbestreitbar von ihnen bewiesene „Wirkungsmacht“ als Ausfluss auch der künstlerischen Kraft anzuerkennen, sind sie beide große Schriftsteller. Im Falle Solschenizyns ist das offensichtlich. Man kann die Tat seines Lebens kaum beschreiben, ohne zu mythischen Allegorien zu greifen: David gegen Goliath, im Titel eines seiner Erinnerungsbücher ist er das Kalb, das eine Eiche auf die Hörner nimmt (Bodalsja teljonok s dubom). Er hat praktisch im Alleingang mit seinen Büchern und seinen öffentlichen Auftritten einen der mächtigsten Staaten der Welt wenn nicht zu Fall gebracht, so doch sein Ende eingeleitet. Indem er mit der künstlerischen Dokumentation „Der Archipel GULAG“ (1973-75 in Paris erschienen) ein Symbol nicht nur des Stalinismus, sondern des gesamten sowjetischen Staates und seines Gründungsmythos, der Revolution, schuf, versetzte er diesem Staat einen tödlichen Schlag, auch wenn das Ende erst fast zwei Jahrzehnte später eintrat. Zuvor hatte Solschenizyn mit der Erzählung „Ein Tag im Leben des Iwan Denisowitsch“, 1962 in „Novyj mir“ erschienen, eine literarische Weltsensation ausgelöst. Es war (und ist) ein wirklich großer Wurf, die Figur eines Menschen „aus dem Volk“ (in der Tradition Tolstojs) und das in seiner Alltäglichkeit erschütternde Lagermilieu, erzählt in einer Sprache, die Solschenizyn eigens für dieses Thema geschaffen hatte. Ich erinnere mich gut an den starken Eindruck von der ersten Lektüre. Als ich kürzlich den Text wieder zur Hand nahm, stellte ich fest, dass ich manche Teile daraus noch auswendig im Kopf habe. Die Erschütterung der Sowjetbürger, besonders der selbst vom Terror betroffenen, hatte natürlich ganz andere Dimensionen.
Im direkten Vergleich mit diesem Giganten im Kampf gegen den Kommunismus kann Maxim Gorki anscheinend nichts anderes sein als das klare Gegenteil. Gorki war zu Lebzeiten wie nach seinem Tod ein zentrales Symbol des sowjetischen Staates und seiner Kultur, sein Name stand gleichsam für die fünfte Autorität nach Marx, Engels, Lenin und Stalin. Damit war Gorki auch zu Lebzeiten Solschenizyns auf der Seite des Regimes, das der ehemalige Häftling und später das Mitglied des Schriftstellerverbandes Solschenizyn hasste und mit aller Kraft bekämpfte. In „Archipel GULag“ ist Gorki der Feind, ein Unterstützer der Henker, schon auf den ersten Seiten wird er in dieser Rolle vorgeführt als Herausgeber des "schändlichen Buchs über den Belomor-Kanal, das zum ersten Mal in der russischen Literatur die Sklavenarbeit verherrlicht“. Im selben Ton der Empörung und der bitteren Ironie wird später über den Besuch des Schriftstellers im Straflager Solovki (1929) berichtet. Mit dem Erscheinen des „Archipel GULag“ in der Sowjetunion (1989 in „Novyj mir“) erwies sich die Stimme Solscheniznys als eine der mächtigsten im Chor derer, die die „Entthronung“ (razvenchanie) des Schriftstellers betrieben.

„Archipel GULag“ und Gorkis „Unzeitgemäße Gedanken“

Aber damit ist das Thema Solschenizyn und Gorki nicht erschöpft, im Gegenteil, die interessanten Aspekte dieses Themas kommen erst zum Vorschein, wenn man das Modell der direkten Konfrontation in Frage stellt. Die „Entthronung“, die Solschenizyn und andere – ernstzunehmende wie auch unseriöse – Kritiker in den Jahren der Perestroika betrieben, galten ja dem „bekannten“ Gorki, dem „Begründer des sozialistischen Realismus“ und dem „Stammvater der Sowjetliteratur“, also dem götzenhaften Denkmal, das die sowjetische Propaganda – leider nicht ohne Zutun Gorkis in seinen letzten Jahren – geschaffen hatte. Fast gleichzeitig mit „Archipelag GULag“ erschien aber erstmals nach 70-jährigem Verbot Gorkis Artikelserie „Unzeitgemäße Gedanken über Revolution und Kultur“ (1917-18 in der Zeitung „Novaja zhizn“ erschienen), die den Lesern in der Sowjetunion genauso unbekannt war wie die Persönlichkeit Gorkis, die in diesen Artikeln – und in vielen anderen bis dahin verschwiegenen Teilen seines Werks – zum Ausdruck kam. Dieser „unbekannte Gorki“ stand dem Dissidenten Solschenizyn erheblich näher als der Sowjetklassiker. In den „Unzeitgemäßen Gedanken“ erklang zum ersten Mal, noch in der Gründungsphase des neuen Regimes, die Stimme einer fundamentalen Kritik an seinen Grundlagen, an seiner kulturellen und moralischen Legitimation. In diesen unsystematischen, von starker Emotionalität geprägten Auftritten Gorkis ging es - nach seinen Worten – „um das Gewissen, die Gerechtigkeit, die Achtung vor dem Menschen und alles andere, was der politische Zynismus „Sentimentalität“ nennt, ohne das man aber nicht leben kann“. Bekanntlich hat sich Gorki in den 30er Jahren praktisch von diesen Worten losgesagt und den Beweis erbracht, dass man eben doch ohne solche „Sentimentalitäten“ auskommen kann. Aber etwas davon war untrennbar mit seiner Person verbunden und blieb auch in den Jahren seiner ‚schrecklichen‘ Publizistik erhalten. Von der Welt der Lager ist in den „Unzeitgemäßen Gedanken“ naturgemäß nicht die Rede. Aber wir wissen – nicht nur von Solschenizyn – dass dieses unsichtbare Reich schon in den ersten Jahren des Regimes seine Anfänge erlebte. Gorkis Auftritte – vor allem die ständige Auseinandersetzung mit staatlichem Terror, politischen Morden, willkürlichen Verhaftungen, Missachtungen der Menschenwürde – lesen sich heute wie Prophezeiungen der unvermeidlichen weiteren Entwicklung dieses Staates. Nach der Mentalität seiner Führer konnte er nur ein Reich der Unfreiheit werden: „Lenin, Trotzki und ihre Genossen sind schon vom faulen Gift der Macht angesteckt, wovon ihre schändliche Beziehung zur Freiheit des Wortes, zur Persönlichkeit und zu der ganzen Summe der Rechte zeugt, für deren Sieg die Demokratie-Bewegung gekämpft hat“ („Novaja zhizn‘“, 7. (20.) November 1917). Ein halbes Jahrhundert später erhob Solschenizyn in seinen Eingaben an den Schriftstellerverband Protest gegen die Missachtung der Freiheit des Wortes und der anderen Menschenrechte und sprach damit mit der Stimme jener vorrevolutionären Demokratie-Bewegung, deren Repräsentant Maxim Gorki war. Diese historische Kontinuität in der Dissidentenbewegung der sowjetischen Kultur wird, wenn auch selten, in neueren Publikationen wahrgenommen, z.B. in einem 1995 erschienenen methodischen Leitfaden für die Schule unter dem Titel „Von Gorki zu Solschenizyn“ (Titel am Ende des Beitrags). Das ungewöhnliche Gespann zweier meist als absolute Gegensätze wahrgenommenen Autoren erklärt sich aus ihrer Zugehörigkeit zu einer neben der „offiziellen“ Sowjetliteratur bestehenden „anderen“, „alternativen“ Literatur, die aus dem – offenen oder heimlichen – Widerstand gegen das Regime entstanden war und sich durch die „innere Freiheit“ ihrer Autoren auszeichnete.

„Nicht zustimmen!“ als Lebensprinzip

Im verbleibenden Teil des Eintrags möchte ich ein paar eigene Überlegungen zum Thema Gorki und Solschenizyn anfügen. Was diese Schriftsteller einte, war meiner Ansicht nach ein Grundzug ihres Charakters, ausgedrückt in der trotzigen Erklärung des jungen Gorki: „Ich bin in diese Welt gekommen, um nicht zuzustimmen.“ Er hat am Schluss auch hier Abstriche gemacht, aber die Unzufriedenheit mit dem Status quo, der Grundzug des Utopismus, blieb bestehen. Solschenizyns Kraft zum Widerstand erwuchs ihm nach eigener Aussage erst aus dem Erlebnis des Lagers, und sein politisches Denken entfaltete sich in entgegengesetzter Richtung ein, es war nicht das eines Utopisten, sondern das eines Nostalgikers, sein Ideal war die Welt Dostojewskis mit allen, auch den zweifelhaften, Attributen des russischen Nationalismus. Die Verweigerung der „Zustimmung“ zu den bestehenden Verhältnissen ist bei beiden Autoren gleichermaßen für die positiven, bewunderungswürdigen wie auch die eher abstoßenden Merkmale ihrer Tätigkeit verantwortlich. In vielen ihrer Auftritte bewiesen sie ein enormes Maß an Mut und Unabhängigkeit, in anderen ein schwer erträgliches halstarriges, oft agressives Festhalten an einer ein für allemal angenommenen Ideologie. In seiner Publizistik nach dem Ende der Sowjetunion mit ihren wütenden Attacken auf die Perestroika und den Westen nähert sich Solschenizyn nicht selten dem politischen Stil der sowjetischen Propaganda und auch dem des Publizisten Gorki in den 30er Jahren.

Waren sie am Ende glücklich?

Es gibt eine weitere Parallele in der Biographie der beiden Schriftsteller. Beide sind – in der Sprache von heute – „von den Kommunisten verjagt“ worden, beide erlebten am Ende eine triumphale Rückkehr in die Heimat, ein Land, das ihnen nach aller Wahrscheinlichkeit als die Erfüllung ihres Lebenstraums erscheinen musste. Gorki kehrte (1928) in die (von ihm so genannte)„Union der Räte“ (Sojus Sovetov) zurück, Solschenizyn (1994) in ein Land, das sich gerade von diesen Räten befreit hatte. Von Gorki wissen wir , u.a. aus dem erst 1989 erschienenen „Moskauer Tagebuch“ Romain Rollands über seinen Besuch 1935, dass er den Eindruck eines zutiefst unglücklichen Menschen machte. Und Solschenizyn? Kein Zweifel, die russische Staatführung und die Öffentlichkeit begrüßten den Heimkehrer mit allen Ehren, anfangs sogar mit Begeisterung. Aber hörten die Menschen auf ihn, als er ihnen immer wieder seine Vorschläge unterbreitete, „wie wir Russland umbauen müssen“? Und wer wollte schon im Russland der boomenden Wirtschaft und der neu entdeckten Lust am Konsumieren seinen Appellen zu „Selbstbeschränkung“ und Verzicht auf materielle Güter folgen? Eher auf offene Ohren stießen Solschenizyns Aufrufe zur Bewahrung des „nationalen Stolzes“, aber auch hier machte er es dem „normalen“ russischen Patrioten schwer, das Interesse an den immergleichen Kassandrarufen des Schriftstellers zu bewahren: „Werden wir, die Russen, aus der Welt verschwinden?“
Einen niederschmetternden Eindruck auf den Schriftsteller konnten die Umfragen über die Einstellungen der Bürger Russlands zur Sowjetunion auslösen. Es stellte sich heraus, dass eine Mehrheit von ihnen, befragt nach Werten in der Vergangenheit, auf die man „stolz“ sein könne, auf das Russland von Lenin bis Breschnew Bezug nahm, nicht auf das vorrevolutionäre Imperium. Und zum Untergang dieser in nostalgischem Licht erstrahlenden Vergangenheit hatte Solschenizyn entscheidend beigetragen. Der Chef der Kommunistischen Partei, Gennadij Sjuganow, war einer der wenigen, die ihr Missfallen über diese Rolle des Verstorbenen offen aussprachen. Er sei ein „Vorläufer“ derjenigen gewesen, die „ein großes Land zerstört und in den Untergang getrieben“ hätten.

Sacharov und Solschenizyn

Es scheint also, dass Solschenizyn am Ende seines Lebens, ungeachtet der hohen Ehrungen, die er von drei Präsidenten des neuen Russlands erfahren hat, wenn nicht ein unglücklicher, so doch ein sehr einsamer Mensch war. In den Nekrologen wurde seinem Erbe eine große Zukunft vorhergesagt. Der schon zitierte stellvertretende Vorsitzende der Duma A. Babakov erklärte, am Beispiel seiner Bücher würden „unsere Nachkommen lernen, wie man leben und russisch denken soll“. Aber wer weiß, wie die Menschen in fünfzig oder hundert Jahren „russisch denken“ werden? Wichtiger wäre, dass sie Solschenizyns eigentliches Lebenswerk in Erinnerung behalten, von dem in diesem (und vielen anderen Statements) mit keinem Wort die Rede ist. Ich möchte deshalb eine Würdigung durch einen namhaften Zeitgenossen anführen, in denen dieses Lebenswerk mit klaren Worten benannt ist. Es handelt sich um eine Stellungnahme des Bürgerrechtlers und Verbündeten Solschenizyns Andrej Sacharov, geschrieben 1973 aus Anlass des offenen Briefs Solschenizyns „An die Führer der Sowjetunion“, in dem der Schriftsteller der Regierung seine Vorstellungen über eine Umgestaltung der Sowjetunion in einen russischen Nationalstaat unterbreitete. In seiner Stellungnahme zu dieser Schrift erklärte Sacharov seine entschiedene Ablehnung grundlegender Ideen dieses Plans, zuvor gab er aber seiner unveränderten Überzeugung von der moralischen Integrität des Schriftstellers und seinen großen Verdiensten Ausdruck (zitiert nach dem 1990 veröffentlichten Text in der Zeitschrift „Znamja“): „Die besondere, außerordentliche Rolle Solschenizyns in der geistigen Geschichte des Landes ist verbunden mit seiner kompromisslosen, genauen und tiefen Beleuchtung der Leiden der Menschen und der Verbrechen des Regimes, die unerhört waren in ihrer massenhaften Grausamkeit und Verschwiegenheit.“ Kritisch äußerte sich Sacharov dagegen zu gewissen zentralen Ideen im politischen und historischen Denken des Schriftstellers. Widerspruch löste vor allem die Äußerung Solschenizyns im Brief an die „Führer“ aus, Russland (d.h. die Sowjetunion der 70er Jahre) sei „nicht reif“ für die Demokratie und die vorrevolutionäre autoritäre Regierung „unter den Bedingungen der Gesetzlichkeit und der Orthodoxie“ habe sich für Russland bewährt, da sie es dem Land ermöglicht habe, bis in das 20. Jahrhundert seine „nationale Gesundheit“ zu bewahren. „Diese Aussagen Solschenizyns sind mir fremd“, entgegnet darauf Sacharov. „Ich halte den demokratischen Weg der Entwicklung für den segensreichsten in Bezug auf jedes Land. Den in Russland seit Jahrhunderten herrschenden Sklaven- und Untertanengeist, verbunden mit der Verachtung für Ausländer, Andersstämmige und Andersgläubige, halte ich für ein großes Unglück und nicht für nationale Gesundheit. Nur unter demokratischen Bedingungen kann sich ein Volkscharakter herausbilden, der zu einer vernünftigen Existenz in einer immer komplizierter werdenden Welt fähig ist.“
Beide Aussagen Sacharovs, die Verneigung vor Solschenizyns moralischer Tat und die Kritik an den antidemokratischen Tendenzen seines Denkens, können, zusammen genommen, eine Antwort auf die mögliche und wünschenswerte Nachwirkung dieses bedeutenden Schriftstellers geben. Bleiben wird das Andenken und das tiefe Mitgefühl mit den Millionen der Opfer des GULag, denen Solschenizyn seine Stimme geliehen hat, dagegen wird seine Predigt des großrussischen Nationalismus mit der Zeit in Vergessenheit geraten als eine unvernünftige und für das Wohl der Gesellschaft wie des Staates schädliche Ideologie. Persönlich schließe ich mich der Position Sacharovs an und erlaube mir dazu die Feststellung, dass Gorki – in der Periode der „Unzeitgemäßen Gedanken“ und in vielen anderen Teilen seines Erbes - dieser demokratischen Position Sacharovs näher steht als der Autor des „Archipel GULag“. Gorki war immer ein entschiedener Gegner des Nationalismus und in der Grundstruktur seines Denkens und Fühlens ein Feind jeder Unfreiheit. Über den Sklavengeist in der russischen Geschichte und seine mögliche Überwindung allein durch Kultur hat Gorki mit fast denselben Worten wie Sacharov gesprochen. Der „Kampfgefährte“ Stalins in seiner Gesinnung also demokratischer als der Kämpfer gegen die kommunistische Diktatur? Es mag paradox klingen, aber persönliche Schicksale in ihrem jeweils besonderen historischen Umfeld führen manchmal zu solchen Paradoxien.

Literatur
L.Ja, Shnejberg, I.V. Kondakov: Ot Gor’kogo do Solzhenicyna. Posobie po literature dlja postupajushchikx v vuzy, M., „Vysshaja shkola“ 1995

Ergänzende Beiträge zum Thema auf diesem Blog:
Vor siebzig Jahren: Gorkis Tod
Dostojewski: „Politisches Testament“
„Blinde Fanatiker und Abenteurer“ – Aus den „Unzeitgemäßen Gedanken“
„Man muss das alles ausmerzen!“ – Zum 90. Jahrestag der Revolution

Kategorie: Gorki in unseren Tagen

KOMMENTAR HINZUFÜGEN

Für Kommentare nutzen Sie bitte das KONTAKTFORMULAR.

Неизвестный ГорькийMaxim Gorki

netceleration!

Seitenanfang